Deutsches Gedenken an die Völkerschlacht
Die Völkerschlacht bei Leipzig jährt sich im Oktober zum 198-mal. Für dessen Gedenken an die Gefallenen wurde das Völkerschlachtdenkmal gebaut und nach Fertigstellung im Jahr 1913 vom Kaiser Wilhelm II feierlich eingeweiht.
Jährlich wird an diesen Tag gedacht und es versammeln sich Traditionsvereine aus ganz Europa in Leipzig. An diesen Jahrestag verwandelt sich das ehemalige Schlachtfeld in einen Ereignisort von enormer Tragweite mit uniformierten Teilnehmern. Zu einer Gefechtsdarstellung und einer Gedenkveranstaltung.
Bereits im Jahr 1914 brachte der deutsche Dichter Ernst Moritz Arndt die Anregung hervor, für alle Gefallenen zum Andenken eine Gedenkstätte zu errichten. Worauf zwei Jahre später der deutsche Baumeister Schinkel eine Skizze vorlegte für den Nationaldom aller Deutschen. Durch die finanzielle und politische Situation Deutschland konnte diese Idee nicht verwirklicht werden.
1894 nahm sich der Architekt Clemens Thieme neuerlich für den Bau eines Nationaldenkmals an.
Um das nötige Geld aufzubringen, gründete er den deutschen Patriotenbund. Die Mitglieder sammelten Spenden und durch Lotteriegewinne konnten dann die finanziellen Mittel aufgestellt werden. Das Baugelände für das Denkmal wurde von der Stadt Leipzig dem Patriotenbund zur Verfügung gestellt. Erst Jahre später wurde der spezielle Entwurf vom prominenten Architekten Schmitz auserkoren.
Das Völkerschlachtdenkmal wurde auch von ihm erbaut. Es mussten dafür gewaltige Mengen Erdreich bewegt werden. Nach 15-jähriger Bauzeit wurde der Riese eingeweiht. Das waren genau 100 Jahre nach Ende dieser grausamen Schlacht. Die 91 Meter hohe Aussichtsplattform lädt das ganze Jahr zur Besichtigung ein und bei klarem Wetter kann man nach Aufsteigen der 364 Stufen den Panoramablick über die Stadt und die Umgebung von Leipzig genießen.
Das Bauwerk mit seinen 300.000 Tonnen erinnert an weit mehr als 100.000 gefallenen Soldaten.
Es werden auch Führungen angeboten, und wenn in der überdimensionalen Kuppelhalle ein Chorkonzert stattfindet, dann ist das ein herrlich akustisches Erlebnis.