Kleine alltägliche Kriege
Die Aggressivität nimmt leider auch in den Schulen immer mehr zu. Die Toleranzgrenze ist so weit gesunken, dass es stört, wenn ein Schüler einen etwas anderen Kleidungsstil hat. Da gilt er schon als Außenseiter.
Oder er trägt keine Markenkleidung, also das geht gar nicht, dann gehört er eben nicht zu der Gruppe, dann ist er nicht „in“.
Da ja die meisten Schüler durchschnittliche Lernergebnisse erzielen, wird auf die paar Lerneifrigen ständig hin gehackt und als „Pauker“ verspottet. Um dem aber zu entgehen, werden oft von guten Schülern absichtlich schlechte Noten geschrieben. Die Kinder haben zwar ihre Ruhe, die spätere Situation ist ihnen aber im Augenblick nicht wirklich bewusst.
Besonders die Anführer in der Clique haben oftmals unterdurchschnittliche Lernerfolge, langweilen sich im Unterricht, kommen vielleicht auch aus chaotischen Familienverhältnissen, wo man es nicht wichtig findet, einer regelmäßigen Arbeit nachzugehen. Da wird natürlich auch von den Kindern keine Leistung gefordert. Die haben meistens den ganzen Tag eine Null-Bock Einstellung, ecken mit jeden an und vertreiben sich den Alltag in Cliquen mit Handy, Internet und Computerspielen. Und wenn man beobachtet, mit welchen Spielen, die den Tag verbringen, dann braucht sich keiner wundern, wenn die Kinder aggressiv sind. Das Gleiche ist im Fernseher, tagsüber werden sie mit Gewalt, Verbrechen und unrealistischen brutalsten Filmen berieselt. Wenn Kinder täglich mit solchen Filmen konfrontiert werden, ist für die so ein Verhalten irgendwann vielleicht normal.
Selbstverständlich haben diese Schüler auch keinen Respekt vor den Lehrpersonen, deren Aussage geht bei einem Ohr rein, beim anderen raus.
Mehrere Studien haben das bereits bewiesen und Psychologen warnen vor der Verblödung unserer Kinder dadurch. Die Frage stellt sich aber. Wann greift denn jemand ein? Wohin soll das führen?